Projekte

Logo der Kampagne gegen die Loverboy-Methode

Bayernweite Kampagne „Gemeinsam gegen Loverboys“

Im November 2022 startete die Fachberatungsstelle JADWIGA eine bayernweite Kampagne zur Aufklärung über die sogenannte Loverboy-Methode. JADWIGA trägt mit „Gemeinsam gegen Loverboys“ bayernweit zur Aufklärung und Prävention der Loverboy-Methode bei und unterstützt Fachkräfte, Einrichtungen sowie Angehörige mit umfassenden Beratungs- und Schulungsangeboten. Die Kampagne ist in den Rahmen der "Bayern gegen Gewalt"- Initiative mit Unterstützung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales (StMAS) eingebettet.

Titelblatt Flyer für FachkräfteDas Projekt wurde bis Dezember 2027 verlängert und richtet sich weiterhin an Multiplikator*innen aus Kommunen, Gleichstellungsbeauftragte, Schulen, Schulsozialarbeitende, Jugendämter, Jugendhilfeeinrichtungen, Elternbeiräte und Polizei.

In Kooperation mit Kommunen in ganz Bayern bietet JADWIGA:

  • Workshops an Schulen zur Sensibilisierung für die Loverboy-Methode sowie zur Prävention von sexueller Ausbeutung für Jugendliche im Alter von 12 bis 21 Jahren an allen Schularten.
  • Informations- und Fortbildungsangebote für Multiplikator*innen mit dem Ziel, ein sicheres Umfeld für Jugendliche zu schaffen – durch Prävention, frühzeitige Identifizierung von Gefährdungen und die Stärkung der Netzwerkarbeit.
  • Beratung und Begleitung für Betroffene.
  • Fachberatung für Fachkräfte und Angehörige.
  • Kostenlose telefonische und persönliche Beratung, auf Wunsch auch anonym.

Hierfür möchten wir Sie gerne als Kooperationspartner*in gewinnen!

Wenn Sie in Ihrer Kommune, Einrichtung oder Schule Workshops oder Schulungen für Ihr Team durchführen möchten, wenden Sie sich gerne an uns.

Kontakt:

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Tel.: 089 38534456

Aktuelle Termine:

Informationen zu den aktuellen Terminen finden Sie regelmäßig unter „Aktuelles“ und in unseren Accounts auf

Instagram/Facebook: @jadwigaonline sowie @gemeinsamgegenloverboys

Unser Methodenheft für Fachkräfte

Titel Arbeitsheft LoverboysDas Methodenheft „Zur Prävention digitaler Anbahnung und sexueller Ausbeutung. Für pädagogische Fachkräfte in Schulen, Jugendarbeit & Beratung“ ist auf Anfrage erhältlich.

Download einer Leseprobe (PDF) 

Seine Inhalte setzen jedoch eine fachliche Einordnung voraus. Für eine fachlich fundierte und verantwortungsvolle Anwendung im Kinderschutz – insbesondere im Umgang mit Verdachtsfällen und der Zusammenarbeit mit unserer Fachberatungsstelle – empfehlen wir die Teilnahme an einer unserer Schulungen.

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Tel.: 089 38534456

Hintergrundinformationen

Der Begriff „Loverboy“ wirkt zunächst verharmlosend, bezeichnet jedoch Tatpersonen, die gezielt emotionale Beziehungen aufbauen, um Betroffene schrittweise abhängig zu machen und auszubeuten. Die sogenannte Loverboy-Methode gilt als Strategie der Manipulation und Kontrolle im Kontext von Menschenhandel und sexueller Ausbeutung. Häufig erfolgt die Kontaktaufnahme sowohl im direkten sozialen Umfeld als auch zunehmend über soziale Netzwerke, Messenger-Dienste oder Dating-Plattformen. Durch Aufmerksamkeit, Zuwendung und vermeintliche Liebesbeweise erschleichen sich die Täter Vertrauen, isolieren Betroffene von ihrem Umfeld und setzen sie später durch emotionale Manipulation, Druck oder Gewalt unter Kontrolle. Besonders gefährdet sind Jugendliche und junge Erwachsene in belastenden oder vulnerablen Lebenssituationen.

Laut dem Bundeskriminalamt wurden im Bundeslagebild Menschenhandel und Ausbeutung 2024 insgesamt 465 Betroffene sexueller Ausbeutung erfasst, beinahe jede dritte betroffene Person war unter 21 Jahre alt. Besonders alarmierend ist der deutliche Anstieg bei Kindern unter 14 Jahren (+28,2 %); die jüngsten identifizierten Opfer waren erst 12 Jahre alt. Das Internet ist inzwischen der häufigste Kontaktweg zur Anbahnung sexueller Ausbeutung, insbesondere bei Minderjährigen. Fachberatungsstellen gehen zudem von einer hohen Dunkelziffer aus, da viele Fälle lange unentdeckt bleiben und Betroffene ihre Situation häufig selbst nicht als Ausbeutung wahrnehmen.

Downloads

Feedback aus unseren Workshops

Es hat alles super geklappt und das Feedback gerade von den Mädchen hinterher bei den Klassenleitungen war großartig! Sie haben engagiert davon berichtet, wie schön es gewesen sei mal über solche Themen zu sprechen und gehört zu werden. Das war ein großer Gewinn und ich werde versuchen, das Projekt möglichst in unseren neunten Klassen zu etablieren.
(Rückmeldung einer Lehrkraft aus Ausgburg)

Wir freuen uns sehr, dass Sie sich mit Ihrem Team dieser wertvollen Aufklärungsarbeit engagiert widmen und dass es Personen/Institutionen gibt, die die Besuche finanzieren. Um weitere Schüler stark gegen Loverboys zu machen, kommen wir im nächsten Schuljahr wieder auf Sie zu.“
(Lehrkraft aus Coburg)

 

Workshopbericht

Städtische Berufsschule für Finanz-, Immobilien- und Automobilwirtschaft in München

Zitate von Jugendlichen

Was hat dir am Workshop besonders gut gefallen?

„,...dass wir Frauen Mut gemacht haben, wenn sie in solche Fälle kommen.“

„...offene Gespräche, kein Auslachen, alles offen erzählen...“

„Ich fand es gut, dass wir Mädchen über das Thema aufgeklärt wurden, dass man uns Möglichkeiten zur Hilfe, Anzeichen gezeigt hat, als auch die Möglichkeit, anderen eine Hilfe zu sein.“

„..., dass ich über alles reden kann, ohne mich zu schämen“

„Sehr hilfreich, man kann schneller davon betroffen sein als gedacht.“

 

Video des Bundeskriminalamtes

 

 

Dieses Projekt wird aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales gefördert.

StMAS logo 2022

Logo der Kampagne GewaltLOSwerden