Projekte

Jadwiga beteiligt sich an internationalen Projekten, um den Menschenhandel zu stoppen.

Konkret sind dies:

Projekt TIATAS (Transnational Initiative Against Trafficking in the context of Asylum Systems)

 

Das Projekt Transnationale Initiative gegen Menschenhandel im Kontext von Asylsystemen (TIATAS) baut auf bestehenden Partnerschaften mit lokalen/regionalen zivilgesellschaftlichen Akteuren auf, die im Rahmen von Asylverfahren mit Opfern von Menschenhandel (Victims of Trafficking- VoTs), potenziellen Opfern von Menschenhandel und von Menschenhandel bedrohten Personen zu tun haben. Diese Zusammenarbeit soll die Umsetzung der EU-AT-Richtlinie von 2011 stärken.

Die Projektaktivitäten finden in Ländern statt, in denen eine große Anzahl von Menschen mit Migrationshintergrund ankommt, d.h. in drei wichtigen EU-Einreiseländern (Griechenland, Italien und Spanien) und in einem wichtigen Zielland (Deutschland).

Das Projekt bringt die folgenden spezialisierten Partner zusammen:

ARSIS (Griechenland), Be Free (Italien), Dedalus (Italien), International Rescue Committee (IRC) (Deutschland), Proyecto Esperanza (Spanien), Adoratrices - SICAR.cat (Spanien) und STOP/Jadwiga (Deutschland).

Die beteiligten Organisationen verfügen über das erforderliche Fachwissen, die geografische Präsenz und die Netzwerke, um die Ergebnisse für Opfer des Menschenhandels unter Asylbewerbern, Flüchtlingen und Migranten aus Drittstaaten positiv zu beeinflussen.

Zu den erwarteten Ergebnissen gehören:

  • 544 Mitarbeiter*innen von staatlichen und zivilgesellschaftlichen Akteuren nehmen an Schulungen oder Workshops teil.
  • Über 50 Organisationen, die an vorderster Front tätig sind, haben Zugang zu TIATAS-Instrumenten, Leitlinien und -Ressourcen.
  • Ungefähr 195 individuelle Bedarfs- und Risikobewertungen für VoT unter den TCNs im Zusammenhang mit Asyl werden durchgeführt.
  • Ungefähr 193 VoT werden entsprechend ihren individuellen Bedürfnissen an geeignete, traumainformierte Dienste vor Ort verwiesen, und ungefähr 77 VoT werden an Dienste in einem anderen EU-Mitgliedstaat (transnational) verwiesen.
  • Mindestens 120 politische Entscheidungsträger*innen erhalten Informationen über bewährte Praktiken und Erfahrungen, die die Herausforderungen bei der Umsetzung der EU-TR-Richtlinie im Kontext der Asylsysteme aufzeigen.

Das International Rescue Committee (IRC) mit Sitz in Berlin/Bonn koordiniert das EU-Projekt. Finanziert wird es von der Generaldirektion "Migration und Inneres" der Europäischen Kommission (101 038 518 – TIATAS – AMIF-2020-AG).